Gesamtbundesvorstandssitzung vom 2. bis 4. Mai 2014 in Fuldatal 

Der Gesamtbundesvorstand bearbeitete den Antrag des Verbandes der Bewährungshelfer im Saarland zur Aufnahme in die ADBeV und beschloss einstimmig in seiner Vorstandssitzung die Aufnahme der Kollegen aus dem Saarland. Der Gesamtbundesvorstand verbindet mit der Aufnahme des elften Landesverbandes die Hoffnung, auf beiderseitige positive Impulse für die jeweilige Verbandsarbeit.

Zudem konnte der Gesamtbundesvorstand das auf der 11. Bundestagung erarbeitete Positionspapier zur elektronischen Aufenthaltsüberwachung nach seiner redaktionellen Überarbeitung verabschieden ( EAÜ-Positionspapier 2013 ).

Die Gesamtbundesvorstandssitzung beschäftigte sich auch noch einmal ausführlich mit dem Verlauf des 4. Bewährungshelfertages, insbesondere dabei, wie zukünftig die weitere Zusammenarbeit mit der DBH gestaltet werden soll. Im Ergebnis der Diskussion wurde deutlich, dass die Mitglieder des Vorstandes nicht mehr bereit sind, die Zusammenarbeit mit der DBH unter allen Umständen aufrecht zu erhalten. Die Mitglieder des Gesamtbundesvorstandes waren sich darin einig, dass durch die DBH oder deren Vertreter teilweise Auffassungen vertreten werden, welche unseren konträr gegenüberstehen wie z. B. die Befürwortung zur Einführung der risikoorientierten Bewährungshilfe. Für uns ist klar, dass die DBH nicht einen Gemischtwarenladen führen und uns zum Verkauf ihrer „Produkte“ animieren kann. Wir werden auch zukünftig die Interessen und Anliegen der Kollegenschaft und unserer Mitglieder vertreten, frei von ministeriellen oder administrativen Vorstandsmitgliederzwängen.

Große Beachtung unter den Vorstandsmitgliedern fand das Positionspapier der LAG Hessen zur risikoorientierten Bewährungshilfe (ROB), womit nunmehr ein zweites Papier eines Berufsverbandes neben dem des Verbandes der Niedersächsischen Strafrechtspflege existiert, welches sich kritisch mit dem Model auseinandersetzt.

Die Gesamtbundesvorstandssitzung wurde auch intensiv zur Vorbereitung der 12. Bundestagung und Delegiertenversammlung genutzt, welche vom 14. bis 16. November 2014 in Weimar stattfinden und unter dem Titel „Wir sind die Bewährungshilfe – unser professionelles Selbstverständnis“ durchgeführt wird. Ziel soll es sein, ausgehend von den Ergebnissen der 11. Bundestagung und Delegiertenversammlung sowie dem 4. Bewährungshelfertag weiter an dem beruflichen Selbstverständnis zu arbeiten.

 

Fuldatal, 4. Mai 2014