Potsdam, 23.12.2015

Sehr geehrte Kolleginnen, Sehr geehrter Kollegen,

auch dieses Jahr erlaube ich mir, Ihnen im Namen des Geschäftsführenden Bundesvorstandes der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfer e. V., dem Berufs- und Fachverband der ambulanten Sozialen Dienste der Justiz und für Resozialisierung, alles Gute, vor allem Gesundheit und Gelassenheit, zum Jahreswechsel und für das neue Jahr für Sie persönlich und Ihre Familienangehörigen zu wünschen. Weiterlesen

 

Kriminalromane von Peter Märkert, Bewährungshelfer in Bochum

Wir, der Verlag, möchten sie auf die beiden Kriminalromane von Peter Märkert, der als Bewährungshelfer in Bochum arbeitet, aufmerksam machen. Aus seinen Büchern sprechen die Erfahrungen eines Bewährungshelfers, der zeigt, wie vielschichtig die Schuldumstände von Straftätern sein können. Es sind Ergebnisse genauer, sensibler Beobachtungen, nicht herzuleiten aus den Inhalten psychologischer Lehrwerke. Peter Märkert hat dank seiner tiefen Einblicke ins Straftätermilieu und ins Justizwesen kenntnisreiche und spannende Romane geschrieben, bei denen oft die eigentlichen Straftaten zugunsten der menschlichen Schicksale, sowohl die der Täter, als auch die der Verdächtigen und Opfer in den Hintergrund zu treten scheinen.

Märkert, Peter: Unter die Räder gekommen

Kriminalroman, Neuerscheinung Bochum 2015, ISBN 978-3-8196-1016-5, kart. 19 x 12cm 272 S. € 12,90 (ebook € 6,99)

Kristof Driesen wird nach seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft in der Bochumer Altstadt erschossen. Gibt es einen Zusammenhang mit seinen Überfällen? Oder dem heftigen Streit in der Familie? Hauptkommissar Kramer erhofft sich Unterstützung bei Marie Marler, die als Bewährungshelferin Kristofs Freunde betreut. Sie erfährt von einem zurückliegenden Missbrauch. Sensibel und behutsam hat Peter Märkert dieses schlimme und heikle Thema zum Ausgangspunkt seines Kriminalromans „Unter die Räder gekommen“ gemacht. Er erzählt von Schuld und sich schuldig machen, durch Verdrängung, Raffgier und Ignoranz.

Er erzählt von Polizeiarbeit und sozialen Konflikten und Herausforderungen im Bereich der Bewährungshilfe.

Märkert, Peter: Schweigen ist Tod

Ein Ruhrgebietskrimi, Bochum 2012, ISBN 978-3-8196-0872-8, kart. 224 S. 18,5 x 12,5 cm. € 12,90 (ebook € 7,98)

Der Leser wird Zeuge, wie Bewährungshelfer Windich in seinem Büro ermordet wird. Aber wer steckt dahinter? Die Mordkommission erhofft sich Hinweise von Mitarbeitern und Klienten. Wir müssen sein Motiv verstehen», meint Hauptkommissar Kramer. Dagegen versucht der Täter jede Spur zu verwischen, die ihn belasten könnte. Schreckt dabei auch vor einem weiteren Mord nicht zurück.

Bei Interesse sind die Bücher oder ebooks gern über den Verlagsshop zu bestellen, wir liefern portofrei.

Kontakt:

Universitätsverlag Brockmeyer; Tel.: 0234 9791600; Fax: 0234 9791601

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Holger Gebert war als Bundesvorsitzender der ADBeV am 2. Dezember 2015 zu einer von der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag beantragten Anhörung in den Rechtsausschuss eingeladen. In dieser Anhörung ging es um die zukünftige Ausrichtung der Bewährungshilfe im Land Hessen, da auch dort die Einführung der Risikoorientierten Bewährungshilfe beabsichtigt ist. Die LAG Hessen hatte sich bereits in Ihrer Stellungnahme vom Januar 2014 skeptisch zu diesem Vorhaben geäußert und sich deswegen an Abgeordnete des Landtages und regionale Medien gewandt, um auf ihre Position aufmerksam zu machen. Im Ergebnis fand nun die parlamentarische Anhörung statt, zu welcher neben der ADBeV u. a. auch die LAG Hessen, vertreten durch den Landesvorsitzenden Thomas Stiefel, Herr Prof. Dr. Bohrhardt von der Fachhochschule Coburg, Karl-Christoph Sachs für ver.di, Hartmut Weber für den Verband der Sozialarbeiter in der Niedersächsischen Strafrechtspflege e. V. und Bernd Wagner für die DJG Landesverband Hessen e. V. eingeladen waren.

Anhörung 1  Anhörung 6

Die Argumente waren von den Befürwortern und den Gegnern der Risikoorientierten Bewährungshilfe kontrovers und emotional vorgetragen, wobei die Seitenzuordnung der Vortragenden interessanterweise besonders am Grad der ministeriellen materiellen Abhängigkeit erkennbar war. Auf der einen Seite der Vortragenden befanden sich die Vertreter der Wissenschaft, welche mit der Propagierung  des Modells ihr Geld verdienen und Verbändevertreter, welche auf finanzielle Zuschüsse der Ministerien angewiesen sind sowie Kollegen, die mittlerweile in Leitungsfunktionen gelangt sind und die administrative Sichtweise darlegten, was mit Sicherheit nicht unbedankt bleiben dürfte.

Anhörung 7

Auf der anderen Argumentationsseite befanden sich Vertreter von Organisationen, welche eben nicht in der Abhängigkeit der Administration stehen und ihr Engagement uneigennützig im Ehrenamt erbringen. Ziel dieser Vertreter war es die Abgeordneten des Hessischen Landtages davon zu überzeugen, der unmittelbaren Einführung der Risikoorientierten Bewährungshilfe nicht zu zustimmen und der hessische Kollegenschaft das Mandat zu erteilen, in einem demokratischen Prozess weiter an den neu durch die LAG vorgelegten Standards zu arbeiten.

ADB-Vorstand                                                                        Potsdam, 07.12.2015

 

Die Stellungnahmen sind hier nachzulesen:

ADBeV Stellungnahme

LAG Stellungnahme

Prof. Bohrhardt Stellungnahme

VDS Stellungnahme

Verdi Stellungnahme

DJG

weitere Stellungnahmen

2015-12-03 Bundesjustizportal Presseerklärung DIE LINKE

 

Liebe Franziska Lingner, Sandra Pohlmann, Constanze Bluhm und Kathlen Müller sowie lieber Matthias Rump, Jochen Vollmer und Patrick Isele

Im Auftrag des Gesamtbundesvorstandes der ADBeV möchte ich Euch zu Eurer Wahl als Vorstand der LAG Soziale Dienste der Justiz Brandenburg e. V. recht herzlich gratulieren.

Ihr habt den schmerzlichen Ausfall Eures langjährigen Vorsitzenden Thomas Valentin zu verkraften, der widererwartend frühzeitig aus dem Leben gerissen wurde und dem posthum durch den Gesamtbundesvorstand auf seiner Vorstandssitzung im Oktober die Ehrenmitgliedschaft ausgesprochen wurde. Der Gesamtbundesvorstand ist zuversichtlich, dass Ihr mit Optimismus und Engagement die Kraft habt, die Arbeit im Sinne von Thomas Valentin fortzusetzen. Die LAG Brandenburg war seit ihrem Bestehen immer ein Motor in der berufspolitischen Auseinandersetzung innerhalb unseres Bundesverbandes und gerne würden wir es begrüßen, wenn dieses von Euch mit neuen und eigenen Akzenten fortgesetzt werden kann. Auf diesem Wege wünschen wir Euch viel Erfolg und danken für Eure Bereitschaft, dafür die Verantwortung zu übernehmen.

Mit kollegialen Grüßen

Holger Gebert

Bundesvorsitzender                      Potsdam, 5. Dezember 2015

 

Liebe Agnes Drees, Dorothea Trilk und Annette Apitzsch sowie lieber Uwe Schulz,

auch wenn inzwischen schon wieder ein paar Tage ins Land gegangen sind, möchte ich im Namen des Gesamtbundesvorstandes der ADBeV recht herzlich für die Bereitschaft Eurer Kandidatur zur Wahl des LAG-Vorstandes in Hamburg danken und Euch zur Wahl gratulieren. Wir sind zuversichtlich, dass es Euch zukünftig wieder gelingen wird, die Hamburger Kollegenschaft zur Mitarbeit in der LAG zu motivieren und eigene Projekte zur Arbeitszufriedenheit und im Interesse der uns anvertrauten Klientinnen und Klienten erfolgreich auf den Weg zu bringen. Wir wünschen Euch dabei Mut, Geduld und Beharrlichkeit. Auf unsere Unterstützung und unserer Solidarität könnt Ihr Euch verlassen.

Mit kollegialen Grüßen

Holger Gebert

Bundesvorsitzender                                                     Potsdam, 29. Oktober 2015

 

Am 16. September 2015 fand in Erfurt die gut besuchte Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Thüringer Bewährungs- und GerichtshelferInnen e. V. statt, zu welcher auch der Bundesvorsitzende der ADBeV, Holger Gebert, als Gast anwesend war.

Der Vorstand der ATBeV konnte gegenüber den Mitgliedern einen überaus positiven Jahresverlauf bilanzieren und konnte dabei den starken Mitgliederzuwachs im letzten Jahr besonders hervorheben. Der Vorstand zeigte sich zuversichtlich, die zukünftigen Anforderungen gestärkt angehen zu können. Zumal der Landesverband zunehmend, als solcher seine Beachtung und Berücksichtigung findet. Positiv dabei hat sich auch das persönliche Zusammentreffen mit dem Justizminister, Dieter Lauinger, ausgewirkt.

Hauptschwerpunkt der Mitgliederversammlung war die Erarbeitung eines Positionspapieres zur Dienstpostenbewertung, wozu die ATBeV durch des Thüringer Oberlandesgerichtes aufgefordert war. Auch wenn die Notwenigkeit durch die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes gegeben zu sein scheint, wurde durch die Thüringer Kollegenschaft dieses dennoch in Frage gestellt und im Ergebnis der kollegialen Diskussion fordert diese nunmehr eine Einheitslaufbahn mit Einstieg in der A 10 und einem automatischer Aufstieg in die A11 nach Berufserfahrung.

2015-09-16 Positionspapier Dienstpostenbewertung

 

 

Artikel aus der „Frankfurter Allgemeine“ vom 24.07.2015

Original zu finden unter: http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/thomas-stiefel-hilft-kriminellen-jugendlichen-13709935.html

Kriminelle Jugendliche Ganoven mit Milchgesichtern

Wer zu Jugendbewährungshelfer Thomas Stiefel muss, hat schon einiges verbrochen. Zu ihm kommen Automatenknacker, Räuber, Erpresser und Diebe.

So sieht also ein Gangster aus. Milchgesicht, Bartfussel, Händedruck wie ein Waschlappen. Wer Marvin Tulek trifft, kann nicht glauben, dass sich der junge Mann – 18 Jahre, geboren in Offenbach, kein Schulabschluss, Hartz IV, Halbwaise, drei Geschwister, angeklagt in elf Punkten, verurteilt zu 18 Monaten auf Bewährung – in der Region einen unrühmlichen Namen als Automatenknacker gemacht hat. Wenn Tulek sich aufregt, und er regt sich
oft auf, beschwert er sich darüber, dass „immer nur isch, isch, isch an allem schuld“ sein soll.

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Vertreter der Landesarbeitsgemeinschaft der Thüringer Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfer haben sich am 16.04.2015 mit dem Justizminister des Landes Thüringen, Dieter Lauinger (Grüne), getroffen. An dem gemeinsamen Gespräch nahm außerdem Sebastian von Ammon, der Leiter des Büros des Ministers und der Staatssekretärin teil.

In dem einstündigen Gespräch ging es schwerpunktmäßig um die Besonderheiten des Arbeitsbereiches der Sozialen Dienste der Justiz, den unterstellten Klienten, um das Professionsverständnis von Sozialerbeitern in der Justiz, um die Anliegen unseres Berufsverbandes als Interessenvertretung der Kollegenschaft sowie um die Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnern, insbesondere mit dem Sozialdienst der Justizvollzugsanstalten.

Herr Lauinger war sehr interessiert und hatte viele konkrete Fragen an die Vertreter der LAG, z.B. welche Veränderungen in der Arbeit in den letzten Jahren beobachtet wurden, wo Veränderungsbedarf gesehen wird und wie der Erfolg der Bewährungshilfearbeit einschätzen sei.
Beide Seiten haben vereinbart, im Gespräch zu bleiben und die LAG wurde aufgefordert, erneut vorstellig zu werden, möglichst nicht nur einmal im Jahr.

Auf dem Foto von links nach rechts: Stefan Breternitz, Ute Dörfler, Dieter Lauinger, Annette Schob, Robert Branzk.

Ute Dörfler
Landessprecherin und Mitglied im Geschäftsführenden Bundesvorstand der ADBeV

 

Fachtagung des Fachverbandes Bewährungshilfe Baden-Württemberg am 22.01.2015 in Mannheim zum Thema: „Bewährungshilfe im Fokus von Wissenschaft und Praxis“
Am 22. Januar 2015 war der Bundesvorsitzende der ADBeV Gast bei der Fachtagung des Fachverbandes der Bewährungshilfe Baden-Württemberg. Dort waren als Referenten Prof. Dr. Dölling mit seinen Ergebnissen zur Evaluation der ambulanten sozialen Dienste der Justiz in Baden-Württemberg, Prof. Dr. Kurze mit seinem Vortrag: „Impulse für die Entwicklung der Bewährungshilfe“ und P. Reiners mit einem Vortrag unter dem Motto: „Wer nicht weiß, wo er herkommt, kann nicht wissen, wo er hin will“ eingeladen.  Weiterlesen

 

Die ADBeV gratuliert dem Kollegen Dieter Klett in Reutlingen / Baden-Württemberg zum Ausgang seines Verfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht. Das Bundesverwaltungsgericht hat in seiner Entscheidung seine Auffassung bestätigt, wonach Mitarbeiter eines freien Trägers einem Beamten gegenüber nicht weisungsberechtigt sind, auch wenn durch den freien Träger vom Land übertragene Aufgaben durchgeführt werden. Für seinen Mut und seine Konsequenz diesen Weg zu gehen, hat die ADBeV dem Kollegen Klett die Ehrenmitgliedschaft ausgesprochen.

Die ADBeV hat mit einer Presseerklärung zu der Entscheidung vom 27. November 2014 darauf aufmerksam gemacht, dass die ursprüngliche Argumentation zur Privatisierung in Baden-Württemberg ein politisches und administratives Armutszeugnis war, welches nun erneut belegt und nachgewiesen wurde. Zudem fordert die ADBeV in der Erklärung die Rückführung der Bewährungs- und Gerichtshilfe in die staatliche Hoheit.

Holger Gebert, Bundesvorsitzender

2014-12-14
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen des Vorstandes der ADBev,
lieber Holger,

die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft der ADB ist eine besondere Ehre und
ich möchte mich aus ganzem Herzen bedanken.

Mit solidarischen Grüßen
Dieter Klett

Gratulation Kollege Klett

2014-12-10 Südwest Presse Gratualation an Kollege Klett

Pressemitteilung Bundesverwaltungsgericht

2014-12-02 ADBeV Pressemitteilung Baden-Württemberg

2014-11-27 Urteil Bundesverwaltungsgericht zur Weisungsbefugnis gegenüber Beamten

 

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Erfolgreicher Verlauf der 12. Bundesdelegiertenversammlung in Weimar

Die ADBeV führte vom 14. bis 16. November 2014 erfolgreich die 12. Bundesdelegiertenversammlung durch. Der Bundesvorsitzende Holger Gebert eröffnete die unter dem Motto geführte Veranstaltung „Wir sind die Bewährungshilfe – unser professionelles Selbstverständnis“ mit der Erwartung, den seit 2011 eingeschlagenen Weg der Auseinandersetzung um das berufliche Selbstverständnis konsequent und selbstbewusst fortzusetzen. Gebert verwies darauf, dass die Stadt Weimar mit seiner kulturgeschichtlichen Bedeutung für Deutschland und Europa geradezu Selbstbewusstsein hervor fordern würde und die inhaltliche Ausgestaltung der Veranstaltung so auch angelegt sei.

Als Gäste konnten am ersten Tag der Veranstaltung der Präsident des Thüringerischen Oberlandesgerichtes, Herr Kaufmann, und die Schriftstellerin und Publizistin Daniela Dahn begrüßt werden. Während sich Herr Kaufmann in seinem Grußwort philosophisch mit dem glücklich sein auseinandersetzte und für ehrenamtliches Engagement warb, lass Frau Dahn aus ihrem letzten Werk „Der Staat sind wir – Warum Volk sein nicht genügt“, dem sich nachfolgend eine intensive Diskussion zu aktuell gesellschaftlichen Fragen anschloss und Mut zum Widerstand machte.

Am Vormittag des zweiten Tages besuchten die Teilnehmer die Mahn- und Gedenkstätte des Konzentrationslagers Buchenwald. Im Gedenken an die Toten wurde im Namen der Mitglieder der ADBeV, ein Blumengebinde abgelegt.

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Am Nachmittag des zweiten Tages wurde dann zunächst ein intensiver länderübergreifender Austausch zu den aktuellen kriminalpolitischen Schwerpunkten in den einzelnen Bundesländern und den Entwicklungen in den Landesverbänden geführt. Der Aussprache der Delegierten folgte die Rechenschaftslegung des Geschäftsführenden Bundesvorstandes über die vergangene Wahlperiode. Nach der Entlastung des Geschäftsführenden Bundesvorstandes erfolgte die Neuwahl eines neuen Geschäftsführenden Vorstandes.

Die Delegierten wählten Holger Gebert aus Brandenburg erneut zum Bundesvorsitzenden und neu in der Funktion der Stellvertreter, Iris Heß aus Rheinland-Pfalz und Peter Kleiß aus Schleswig-Holstein. Als Beisitzerinnen wurden Ute Dörfler aus Thüringen, Kathrin Hoffmann und Daniela Casper aus Reinland-Pfalz sowie Julia Bichler aus Bayern erneut oder neu in den Geschäftsführenden Bundesvorstand hinein gewählt.

Am dritten Tag der Bundesdelegiertenversammlung setzten sich die Delegierten in drei Workshops mit Fragen zur Öffentlichkeitsarbeit und zur Qualitätsentwicklung auseinander. Im Ergebnis der Aussprache beschlossen die Delegierten selbst ein Projekt zur Entwicklung eigener Qualitätsstandards, hier durch die LAG Hessen in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Frankfurt a. M., zu entwickeln. Dieses Projekt soll durch Spenden der Mitglieder finanziert werden.

 

Programm

Protokoll 12. Bundesdelegiertenversammlung und Tagung

 

 

Erfolgreiche Bilanz der Fachtagung der Landesarbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz am 13. Oktober 2014 in Mainz

Zu unserer Fachtagung konnten wir herzlich begrüßen:

4 Mitglieder des Rechtsausschusses des Landtages Rheinland-Pfalz
2 Oberlandesgerichtspräsidenten
8 LandgerichtspräsidentInnen bzw. VizepräsidentInnen
1 Generalstaatsanwalt
3 Leitende Staatsanwälte
3 Oberstaatsanwälte
4 Amtsgerichtsdirektoren
5 Vertreter aus dem Verwaltungsstab der Oberlandes- und Landgerichte
5 Vertreter des Hauptpersonalrates
11 GerichtshelferInnen
106 BewährungshelferInnen
2 Kollegen aus dem Sozialdienst des Vollzuges
5 Kollegen aus Hessen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Brandenburg

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern für das überwältigende Interesse und die Solidarität.
Der Vormittag stand unter der Überschrift der Information über Entwicklungen in anderen Bundesländern, insbesondere im Hinblick auf eine kritisch gesehene Entwicklung hin zu mehr Riskoorientierung und weg von der sozialarbeiterischen Grundarbeit des Helfens und Betreuens (§ 56d III StGB und § 24 III JGG) im Rahmen einer Beziehungsarbeit, die jedoch als unabdingbar für eine zielgerichtete Resozialisierung gesehen wird.Der Nachmittag war insbesondere der Podiumsdiskussion unter Beteiligung des Publikums gewidmet, in dem die aktuell geplante Reform der Sozialen Dienste hinterfragt wurde.

Es beteiligten sich auf dem Podium:
Frau MdL K. Raue, Bündnis 90/Die Grünen
Herr MdL H. Sippel, SPD
Herr MdL Dr. Wilke, CDU
Herr H. Gebert, Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Bewährungshelfer Herr Prof. Dr. R. Bohrhardt (Hochschule Coburg) Herr Dr. A. Kipp (Bewährungshelfer b. Landgericht Essen) Die Moderation übernahm: Herr Edgar Verheyen, SWR

Das Ministerium der Justiz und für Verbraucherschutz sagte seine Teilnahme an der Podiumsdiskussion kurzfristig ab. Leider nahm vom Ministerium auch ansonsten niemand an der Veranstaltung teil.

Von Bewährungshelfern, Gerichtshelfern und den Vertretern der Justiz wurde die Motivation einer solchen Reform hinterfragt, ebenso wie die seitens des Ministeriums aktuell geplanten Maßnahmen, die zum Erreichen der Ziele führen sollen. Hierbei wurde nochmals deutlich, dass die vom Ministerium eingesetzte interdisziplinäre Arbeitsgruppe zwar beauftragt, jedoch in der Ausarbeitung der Planung und Ziele bislang nicht im Ergebnis tatsächlich gehört und beachtet wurde. Die derzeitigen Planungen gehen an den Empfehlungen vorbei. Ein tatsächlicher politischer Wille und ein konkreter Anlass für eine solch umfassende Reform der Sozialen Dienste konnte erneut nicht benannt und festgestellt werden.

LAG Rheinland-Pfalz

Anlagen:

Programm Mainz

Borhardt Warum Bewährungshelferinnen nicht zu Risikomanagern werden sollten

Kipp Neustrukturierung BeWäH NRW

Bohrhardt Unterstützung statt Risikomanagement

Borhardt Wehret den Anfängen

2014-11-04 www rhein-zeitung de zur Strukturabsicht in Rheinland-Pfalz

Danksagung an LAG und Argumentation Hierarchisierung

 

Liebe Christiane Busse, Marietta Stenken und Gerlind Rohmann sowie lieber Rolf Vieten und Arne Hoffmann,
Anfang April erhielt der Geschäftsführende Bundesvorstand Kenntnis über die Neuwahl des Sprecherrates in Eurer Landesarbeitsgemeinschaft. Im Auftrag des Gesamtbundesvorstandes der ADBeV möchte ich mich zur Bereitschaft Eurer Kandidatur bei Euch bedanken, insbesondere auch, weil es sich dabei um ein Ehrenamt handelt. Gleichzeitig möchte ich natürlich auch zu Eurer Wahl herzlich gratulieren. Ich bin zuversichtlich, dass die ADBeV auch weiterhin von Eurer LAG viele Impulse erhalten wird und wir konstruktiv zusammen arbeiten werden. Nach schwierigen gemeinsamen Jahren zwischen der LAG Schleswig-Holstein und der ADBeV hat sich nach meinem Ermessen, die Zusammenarbeit in den letzten Jahren merklich positiv verbessert. Ich persönlich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Euch und hoffe, die eine oder den anderen Kollegen dann auch nachfolgend noch persönlich kennenlernen zu dürfen.
Vorerst verbleibe ich mit besten kollegialen Grüßen
Holger Gebert
Potsdam, 5. Mai 2014

 

Gesamtbundesvorstandssitzung vom 2. bis 4. Mai 2014 in Fuldatal 

Der Gesamtbundesvorstand bearbeitete den Antrag des Verbandes der Bewährungshelfer im Saarland zur Aufnahme in die ADBeV und beschloss einstimmig in seiner Vorstandssitzung die Aufnahme der Kollegen aus dem Saarland. Der Gesamtbundesvorstand verbindet mit der Aufnahme des elften Landesverbandes die Hoffnung, auf beiderseitige positive Impulse für die jeweilige Verbandsarbeit.

Zudem konnte der Gesamtbundesvorstand das auf der 11. Bundestagung erarbeitete Positionspapier zur elektronischen Aufenthaltsüberwachung nach seiner redaktionellen Überarbeitung verabschieden ( EAÜ-Positionspapier 2013 ).

Die Gesamtbundesvorstandssitzung beschäftigte sich auch noch einmal ausführlich mit dem Verlauf des 4. Bewährungshelfertages, insbesondere dabei, wie zukünftig die weitere Zusammenarbeit mit der DBH gestaltet werden soll. Im Ergebnis der Diskussion wurde deutlich, dass die Mitglieder des Vorstandes nicht mehr bereit sind, die Zusammenarbeit mit der DBH unter allen Umständen aufrecht zu erhalten. Die Mitglieder des Gesamtbundesvorstandes waren sich darin einig, dass durch die DBH oder deren Vertreter teilweise Auffassungen vertreten werden, welche unseren konträr gegenüberstehen wie z. B. die Befürwortung zur Einführung der risikoorientierten Bewährungshilfe. Für uns ist klar, dass die DBH nicht einen Gemischtwarenladen führen und uns zum Verkauf ihrer „Produkte“ animieren kann. Wir werden auch zukünftig die Interessen und Anliegen der Kollegenschaft und unserer Mitglieder vertreten, frei von ministeriellen oder administrativen Vorstandsmitgliederzwängen.

Große Beachtung unter den Vorstandsmitgliedern fand das Positionspapier der LAG Hessen zur risikoorientierten Bewährungshilfe (ROB), womit nunmehr ein zweites Papier eines Berufsverbandes neben dem des Verbandes der Niedersächsischen Strafrechtspflege existiert, welches sich kritisch mit dem Model auseinandersetzt.

Die Gesamtbundesvorstandssitzung wurde auch intensiv zur Vorbereitung der 12. Bundestagung und Delegiertenversammlung genutzt, welche vom 14. bis 16. November 2014 in Weimar stattfinden und unter dem Titel „Wir sind die Bewährungshilfe – unser professionelles Selbstverständnis“ durchgeführt wird. Ziel soll es sein, ausgehend von den Ergebnissen der 11. Bundestagung und Delegiertenversammlung sowie dem 4. Bewährungshelfertag weiter an dem beruflichen Selbstverständnis zu arbeiten.

 

Fuldatal, 4. Mai 2014

 

ADBeV gratuliert den Mannschaften Brandenburg Frauen und Mecklenburg Dreibergen zum Gewinn der diesjährigen Fußballeuropameisterschaft der Bewährungshilfe, welche am 24. und 25. April 2014 in Dresden seine 33. Auflage erfuhr. Während die Mecklenburger erstmalig den Titel errangen, gewannen die Brandenburger Frauen den Titel zum fünften Mal in Folge. 2015 wird das Turnier vom 9. bis 10. April in Jena/Thüringen durchgeführt.
Brandenburg Frauen        Mecklenburg Dreibergen
Weitere Bilder sind unter BwH – Fußball-Europameisterschaft zu finden.